Prof. Dr. Uthe Ernst-Muth: Ernährungsberatung bei älteren Patienten

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Auch früher gab es Menschen, die ein hohes und sehr hohes Alter erreichten. Aber erst Ende des letzten Jahrhunderts ist Langlebigkeit etwas, was die meisten Menschen der westlichen Welt erwarten können.

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Beschreibung

Prof. Dr. Uthe Ernst-Muth: Ernährungsberatung bei älteren Patienten

Auch früher gab es Menschen, die ein hohes und sehr hohes Alter erreichten. Aber erst Ende des letzten Jahrhunderts ist Langlebigkeit etwas, was die meisten Menschen der westlichen Welt erwarten können. Die durchschnittliche Lebenszeit in Deutschland beträgt für Männer 79,2 Jahre und für Frauen 83 Jahre. Den typischen Rentner, die typische Rentnerin, gibt es nicht. Es gibt eine große Variationsbreite in der Gestaltung dieser Lebensphase, abhängig von biologischen, psychischen und sozialen Umständen. Es ergeben sich große, unausgeschöpfte Lebenschancen, und die Ernährung spielt dabei eine wichtige Rolle in der Vorbeugung und in der Therapie von Krankheiten.

Die Ernährung des älteren Patienten muss berücksichtigen, dass der Körper weniger Kalorien verbraucht (z.B. eine Frau mit 30 Jahren 2200 kCal, mit 75 Jahren 1680 kCal). Die Muskulatur wird weniger. Um dem entgegen zu wirken, ist neben regelmäßiger Bewegung auf die Zufuhr von hochwertigem Eiweiß zu achten (1 g EW/kg Körpergewicht). Die Knochendichte nimmt ab. In Deutschland gibt es fast 8 Millionen Patienten über 50Jahre, die Osteoporose oder Osteopenie haben, jährlich erleiden davon ca. 100.000 Patienten eine osteoporosebedingte Oberschenkelhalsfraktur. Die Zufuhr von Calcium und Vitamin D ist erforderlich. Nährstoffe, vor allem auch Vitamine, werden nicht mehr so gut resorbiert wie in jüngeren Jahren, der Bedarf bleibt aber gleich. Das betrifft vor allem Vitamin C, D, B1, B2, B6, B12, Folsäure und Zink.

Viele ältere Menschen vertragen Fett und fette Nahrungsmittel nicht mehr. Die Gesamtfett Zufuhr sollte nicht über 80 gr/Tag hinausgehen. Grundsätzlich sind Vollkornprodukte zu bevorzugen, werden aber nicht immer gut vertragen. Mit Zucker und zuckerhaltigen Nahrungsmitteln sollen ältere Menschen vorsichtig umgehen, denn oft besteht die Neigung zu Diabetes mellitus. Als Regel gilt, wie bei jüngeren Patienten auch: fünf Portionen Obst oder Gemüse am Tag.

Ganz wichtig ist die ausreichende Zufuhr von Flüssigkeit, besonders für ältere Patienten, deren Nierenfunktion eingeschränkt ist (1,5-2 l Kalorien arme Flüssigkeit). Das ist die Theorie. Im Alltag gibt es eine Reihe von Schwierigkeiten. Das Essverhalten hängt in hohem Masse von den sozialen Gegebenheiten ab. Nur 22% der Menschen über 80 Jahre leben in Alters- und Pflegeheimen, der überwiegende Teil der Älteren lebt allein, oder betreut durch Angehörige, Freunde oder ambulante Hilfen. Der Anteil der alleinlebenden älteren Frauen ist erheblich höher, bedingt durch die längere Lebenserwartung der Frauen und durch den Umstand, dass Frauen meistens ältere Männer heiraten, die früher sterben. Essen ist eine soziale Tätigkeit, d.h. allein schmeckt es nicht so gut. Schwierigkeiten bei der Fortbewegung und beim Tragen erschweren den Einkauf und die Zubereitung der Mahlzeiten. Gemüse zu kochen und die Zubereitung einer warmen Mahlzeit ist aufwendig. Oft ist die Rente klein und erlaubt nicht immer den Kauf hochwertiger Lebensmittel.

Es gibt viele Studien, die zeigen, dass eine gute Ernährung die Grundlage von körperlicher, aber auch geistiger Fitness ist. Und trotzdem wird die Möglichkeit einer Ernährungsberatung in der Arztpraxis oder bei den Krankenkassen überwiegend genutzt für Adipositas Behandlung oder wenn schwerwiegende Krankheiten aufgetreten sind, wie Diabetes mellitus und Herzinfarkt, ganz selten präventiv. Zwar lohnt es in jedem Alter ,schlechte Lebensgewohnheiten’ zu verändern. Gerade Ernährungsgewohnheiten jedoch sind sehr eingeschliffen — für einen Mann bedeutet eine Mahlzeit mit Fleisch und Soße Lebensqualität. Aber: auch kleine Schritte können Veränderungen bringen.

Grundsätzlich sollte es möglich sein, mit einer vollwertigen Ernährung den Bedarf an allen Wirkstoffen auszugleichen. Nahrungsergänzungsmittel können eine vollwertige Ernährung nicht ersetzen. Nahrungsergänzungsmittel können allerdings notwendig sein zur Osteoporoseprophylaxe (Ca, Vit. D3), manchmal Folsäure und Vit. B12.

Über Prof. Dr. Uthe Ernst-Muth:

geb.: 1942

Studium Humanmedizin in Berlin und WienLandarztpraxis im Kraichgau1980 Übersiedlung nach HamburgTätigkeit in städtischen Pflegeheimen25 Jahre Kassenarztpraxis (Facharzt Allgemeinmedizin,Naturheilkunde, Ernährungsmedizin, Psychosomatik) in der Innenstadt von Hamburg

Seit 2009 Privatpraxis in Hamburg/Blankenese.

Lieferung: Video-DVD; Spieldauer: ca. 38 Min., davon ca. 33 Min. Vortrag, ca. 5 Min. Fragen & Antworten; Format: 16:9, produziert mit 2 Kameras
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Zusätzliche Information

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