Prof. Dr. Dr. Wolfgang Berger: Finanzkrise – Ergebnis einer Fehlentwicklung, die wir korrigieren können

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Beschreibung

Zum Einstieg dieses Vortrags vergleicht Prof. Berger die derzeit sichtbaren Vorgänge am Finanzmarkt mit einem sich immer schneller drehenden Kettenkarussell, in dem in seiner Gegend einige Menschen nicht mehr absteigen konnten, und die ganze Nacht darin verbracht haben: Das Ergebnis des realen Erlebnisses mit diesem Kettenkarussell waren ein Toter, mehrere, die sofort auf die Intensivstation gebracht werden mussten, und eine jahrelange psychologische Betreuung, die für alle Mitfahrenden durch dieses Erlebnis nötig geworden war.
Das sich drehende Finanzkarussell benötigt – um ihm lebend entkommen zu können – Sprungtücher, um abspringen zu können. Diese werden derzeit von den Staaten aufgehalten; im Endeffekt also von den Bürgern, die die Finanzjongleuren auf diese Weise unterstützen müssen.
Die Wirtschaft sei kompliziert und nur von Experten zu verstehen, so machen uns die Massenmedien weis. Doch die Realität ist völlig anders: Das derzeitige Problem ist einfach zu verstehen, zumindest von jedem, der diesen Vortrag hört, denn Prof. Berger ist ein Meister des Erklärens aller Zusammenhänge rund um das Geldsystem, seine Problematik und die möglichen Lösungen. Und so stellt sich nur die Frage: Wie ist es überhaupt zu der herrschenden globalen Finanzkrise gekommen, und vor allem, was können wir derzeit tun, um in eine lebenswerte Zukunft zu steuern?
Die Anfänge der Krise liegen weit zurück. Zur Gründung innovativer Unternehmen wurde im Jahr 1923 das erste Equity Trading House gegründet, dessen Ziel es war, Unternehmensgründern ohne finanzielle Sicherheiten Eigenkapital zur Verfügung zu stellen. Dies war der Anfang der heute existierenden Private Equity Fonds.
1949 gründete Albert Wislow Jones den ersten Hedge Fonds, deren Ziel es war, unabhängig von steigenden oder fallenden Aktienmärkten für die Anleger Gewinn zu erzielen. „Leerverkäufe“ waren bis dahin unbekannt, aber Jones nutzte seinen Riecher für die Aktienmärkte u.a. mit diesem Mittel. Doch diese Strategie hat zwei Seiten, wie der Fall von Hrn. Merckle, dem Besitzer mehrerer großer Konzerne wie Heidelberger Cement oder Ratiopharm zeigt, der sich nach milliardenschweren Fehlspekulationen mit der VW-Aktie das Leben genommen hat.
Danach gibt Prof. Berger einen kurzen Abriss der Wirtschaftstheorie-Geschichte. Die Wirtschaftstheoretiker, heute Volkswirte genannt, haben in der Geschichte der Menschheit meist (wie auch die Medien) die Interessen der herrschenden Klasse vertreten. Die verschiedenen Produktionsfaktoren, die im Laufe der Geschichte als bestimmende Faktoren angesehen wurden (Boden, Arbeit, Kapital) dienten und dienen bis heute als Begründungen für die entsprechenden Gesellschafts- und Wirtschaftssysteme (Feudalherrschaft, Marxismus, Neo-Liberalismus mit herausragenden Köpfen wie Friedrich Hayek und Milton Friedman).
Der derzeit herrschende Neo-Liberalismus stellt drei zentrale Forderungen:
1. Völlig freier Markt: Keine Exportregeln, Importzölle, Staatseingriffe, Mindestlöhne, Gewerkschaften, etc.
2. Purer Kapitalismus: Privatisierung führt zu höherer Effizienz.
3. Zurückziehen des Staates aus allen Regulierungen (Deregulierung).
Heute sind alle Führungspositionen des Internationalen Währungsfonds und der Weltbank mit Friedman-Schülern besetzt, ebenso wie Regierungsberater auf der ganzen Welt seine Schüler sind bzw. seinen Lehren anhängen. Leider sind seine Lehren teilweise sehr radikal, z.B. wenn die Höhe des Gewinns eines Unternehmens als Beitrag zum weltwirtschaftlichen Optimum (von ihm „soziales Optimum“ genannt) bezeichnet wird. Daraus resultiert die heute verbreitete auf extrem kurzfristige Sicht ausgelegte Shareholder-Value-Mentalität.
Prof. Berger erläutert, wie Hedge-Fonds Geld verdienen, und warum Deutsche Sparkassen in den letzten Jahren Kredite verbrieft haben, was dies genau bedeutet, und warum vielen Kunden deshalb legal trotz pünktlicher Bezahlung der Kreditraten auf seine Hypothek mit Zwangsversteigerung gedroht wird.
Unser System mit dem Zwang zur Geldvermehrung endet zwangsläufig in exponentiellem Wachstum der Vermögensanlagen, während dem auf der anderen Seite zwangsläufig ein exponentielles Wachstum der Schulden gegenüberstehen muss. Derzeit ist also das Problem der Banken, dass dringend Schuldner gesucht werden, die bereit, in der Lage und aus Sicht der Banken kreditwürdig genug sind, um diese Schulden aufzunehmen. Dafür kommen im Moment nur noch die Länder und Staaten in Frage, womit auch die Frage geklärt ist, warum Angela Merkel, Barack Obama und viele andere Staatenführer bedenkenlos Kredite in Höhe von Hunderten von Milliarden Euro bzw. Dollar aufnehmen, um damit Privatunternehmen zu „retten“ – sie sind durch das System gewungen, Schulden aufzunehmen. Und es ist eine glatte Lüge, dass man irgendwann einen „ausgeglichenen Haushalt“ präsentieren wolle bzw. sogar Kredite tilgen möchte – dies ist vom System und den Banken nicht gewünscht, denn dann müssten ja neue Kreditnehmer gefunden werden. Die Geschichte von John Perkins, eines US-amerikanischen Ökonomen, Autor von „Bekenntnisse eines Economic Hit Man“, dient als Beispiel für diese Behauptung – seine Aufgabe war es, anderen Staaten Milliardenkredite zu verkaufen; dafür wurde er u.a. durch den NSA (einen amerikanischen Geheimdienst) sicherheitsüberprüft.
Im Vergleich von Bruttosozialprodukt und Finanzmarkt wird in den ersten Jahrzehnten eines Systems mehr produziert, als für den Finanzmarkt zur Verfügung gestellt wird, Arbeitnehmer und Arbeitgeber können sich also diesen Mehrertrag teilen. Mittlerweile ist die Situation jedoch so, dass der Finanzsektor mehr fordert, als die Realwirtschaft leisten kann; dieses „Mehr“ muss den Menschen weggenommen werden, durch höhere Steuern und Abgaben, niedrige oder keine Lohnsteigerungen bei gleichzeitiger Inflation (sinkende Realeinkommen), Streichung kostenfreier öffentlicher Leistungen (z.B. Studiengebühren, Privatisierungen, Abbau der Bürgernähe von Briefkästen, etc.)
Wie konnte es dazu kommen, dass unsere ganze neoklassische Theorie, basierend auf den scheinbar mathematisch stringent bewiesenen Lehren von Milton Friedman, so „vor die Wand läuft“? Steve Keen, ein australischer Volkswirt, hat nachgewisen, das das neoklassische Modell auf einem mathematischen Ableitungsfehler ganz am Anfang der Theorie beruht. So muss das derzeitige Modell zwangsläufig einen Kollaps herbeiführen.
Nicht umsonst hat Jean-Jacques Rousseau (1712 – 1778), ein Genfer Schriftsteller, Philosoph, Pädagoge, Naturforscher und Komponist, bereits Bettler und übermäßig reiche Menschen fast gleichgesetzt – beide leben als Schmarotzer des Systems.
Warum sind aber all diese Erkenntnisse, die Prof. Berger so einleuchtend darstellt, nicht öffentlich bekannt, warum berichten die Medien nicht davon, warum erläutern die Wirtschaftsweisen dies nicht?
John Swaiton, ehemaliger Herausgeber der New York Times, vergleichbar der deutschen FAZ, erklärte bei seinem Abschied bereits vor Jahrzehnten: „So etwas wie eine freie Presse gibt es nicht. … Die eigentliche Aufgabe des Journalisten besteht darin, die Wahrheit zu zerstören, faustdicke Lügen zu erzählen, die Dinge zu verdrehen und sich selbst … für sein tägliches Brot zu verkaufen. … Wir sind nichts weiter als intellektuelle Prostituierte.
Ist unser System unvermeidlich, gilt „T.I.N.A.“, wie es in Amerika genannt wird: „There is no alternative“? Physik und Biologie erforschen die Natur, die Schöpfung. Einen ähnlichen Anspruch vertritt die Volkswirtschaft, sie erforscht die Wirtschaft. Doch die Wirtschaft ist keine Schöpfung, unser derzeit herrschendes System ist nur ein mögliches System. Wirtschaftswissenschaften sind eher den Ingenieurwissenschaften vergleichbar – es ist ihre Aufgabe, ein System zu konstruieren, das dem Menschen dient.
Wir leben in der glücklichen Situation, dass es ein solches System im Laufe der Menschheitsgeschichte bereits mehrmals gab: Das goldene Mittelalter ist ein Beispiel dafür. Die Lösung ist so einfach, dass die Fachleute die Lösung nicht ernst nehmen (können – aufgrund ihrer geistigen Konditionierung). Für sie sind die einzigen Motivationsmittel, um Geld zum Fließen zu bewegen, Zins und Inflation. Prof. Berger erläutert, welches Lockmittel das Geld sogar noch besser zum Fließen bringt und gleichzeitig die Probleme unseres Zins-Geldsystems vermeidt.
Prof. Berger schließt seinen Vortrag mit Ausschnitten aus einem Interview, das Jan van Helsing im Alter von etwa 20 Jahren gegeben hat, und mit der Hoffnung, die dieser mit einer neuen Generation von jungen Menschen verbindet, denen die Liebe über Profit und Gewinnmaximierung geht, und die deshalb unbestechlich das System verändern werden.

Über Prof. Dr. Dr. Wolfgang Berger:
Ökonom und Philosoph, war zuvor Manager in Europa, Amerika und Asien, sowie Professor für Betriebswirtschaftslehre in Deutschland und den U.S.A. Autor des Management-Bestsellers „Business Reframing – Das Ende der Moden im Management“. Heute leitet er das Business Reframing Institut in Karlsruhe.

Ab Frühjahr 2006 für einige Zeit als Vorstand der INWO (Initiative für Natürliche Wirtschaftsordnung INWO D e.V.) tätig.

Lieferung: Video-DVD; Spieldauer: ca. 1 Std. 30 Min.; Format: 16:9

Hauptthemen:
Finanzmarkt, Finanzkrise, Wirtschaft, Geld, Geldsystem, Zins, Zinseszins, Wirtschaftssystem, Spekulation, Wirtschaftstheorie, Volkswirtschaft, Kapitalismus, Freier Markt, Marktwirtschaft, exponentielles Wachstum, Schulden, Schuldner, Kredit

Nebenthemen:
Private Equity Fonds, Aktienmarkt, Leerverkauf, Hedge Fonds, Produktionsfaktor, Boden, Arbeit, Kapital, Feudalherrschaft, Marxismus, Neo-Liberalismus, Friedrich Hayek, Milton Friedman, Export, Importzölle, Import, Staatseingriff, Mindestlohn, Gewerkschaft, Privatisierung, Regulierung, Deregulierung, Internationaler Währungsfonds, Weltbank, Shareholder-Value, Hypothek, Kreditraten, Verpfändung, Zwangsversteigerung, Staatshaushalt, NSA, Bruttosozialprodukt, Realwirtschaft, Realeinkommen, Studiengebühren, Steve Keen, Schmarotzer, Wirtschaftsweisen, John Swaiton, Freie Presse, Journalisten, Schöpfung, Physik, Biologie, Wirtschaftswissenschaft, Ingenieurwissenschaft, Goldenes Mittelalter, Jan van Helsing, Gewinnmaximierung, Profit

Vorschau:

1/5:Prof.Dr.Wolfgang Berger: Finanzkrise: Ergebnis einer Fehlentwicklung, die wir korrigieren können

Hauptthemen:
Finanzmarkt, Finanzkrise, Wirtschaft, Geld, Geldsystem, Zins, Zinseszins, Wirtschaftssystem, Spekulation, Wirtschaftstheorie, Volkswirtschaft, Kapitalismus, Freier Markt, Marktwirtschaft, exponentielles Wachstum, Schulden, Schuldner, Kredit

Nebenthemen:
Private Equity Fonds, Aktienmarkt, Leerverkauf, Hedge Fonds, Produktionsfaktor, Boden, Arbeit, Kapital, Feudalherrschaft, Marxismus, Neo-Liberalismus, Friedrich Hayek, Milton Friedman, Export, Importzölle, Import, Staatseingriff, Mindestlohn, Gewerkschaft, Privatisierung, Regulierung, Deregulierung, Internationaler Währungsfonds, Weltbank, Shareholder-Value, Hypothek, Kreditraten, Verpfändung, Zwangsversteigerung, Staatshaushalt, NSA, Bruttosozialprodukt, Realwirtschaft, Realeinkommen, Studiengebühren, Steve Keen, Schmarotzer, Wirtschaftsweisen, John Swaiton, Freie Presse, Journalisten, Schöpfung, Physik, Biologie, Wirtschaftswissenschaft, Ingenieurwissenschaft, Goldenes Mittelalter, Jan van Helsing, Gewinnmaximierung, Profit

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