Dr. Wolf-Dieter Storl: 2 Vorträge zum Thema Schattenreich

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Dr. phil. Wolf-Dieter Storl: Pflanzen des Schattenreichs – Ethnobotanische Betrachtung von Pflanzen, die mit dem Tod assoziiert werden

Der Ort, wo die Pflanzenseelen und Pflanzendevas zu finden sind, ist auch der Ort, wo die Verstorbenen zu finden sind.

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Beschreibung

Dr. phil. Wolf-Dieter Storl: Pflanzen des Schattenreichs – Ethnobotanische Betrachtung von Pflanzen, die mit dem Tod assoziiert werden

Der Ort, wo die Pflanzenseelen und Pflanzendevas zu finden sind, ist auch der Ort, wo die Verstorbenen zu finden sind. Als Pflanzenkundiger muss man Yogi sein bzw. fähig sein, in die Ekstase zu gehen, so beginnt der Ethnobotaniker Dr. Wolf-Dieter Storl seinen Vortrag.

Der Referent stellt verschiedene Pflanzen und ihre konkreten Bezüge zum Thema "Tod" vor.

In der Beschreibung der Birke entführt er den Zuhörer von den sibirischen Jurten über die Kelten, Germanen und die Hallstattzeit und die Bedeutung von Birkenrinden-Hüten, nach Indien, wo ein Bezug der Birke zu Saraswati und Brahma besteht, bis hin zu den Chippewa-Indianern, die in Hütten aus Birkenrinde wohnen und ihr Essen in Töpfen aus Birkenrinde kochen.

Er berichtet über das Bärenopfer der Orochonen aus Sibirien, über Beerdigungsriten bei den Wikingern.

Den Holunder assoziiert Wolf-Dieter Storl mit germanischen Sagen; er beschreibt seine Wirkung in der Meditation, den Zugang zum Hollenreich, den er ermöglicht; warum man den Holunder nicht schneiden sollte; die Bedeutung des Holunders für Sargschreiner, Totenkutscher, Totenwache, und das Grab.

Die Erle führt zu einem intensiv bewohnten Lichtreich; der Erlengrund war ein Begräbnisplatz (der Erlenbruch).

Der Wacholder dient als Räucherholz und wurde auch für Totenfeuer verwendet; ihm entsteigt ein Vogel, so wie die Seele dem toten Körper entfliegt; er wirkt immunstärkend und half bei der Vorbeugung gefährlicher Krankheiten in vergangenen Zeiten.

Die Hasel dient als Wünschelrute und verbindet mit den feinstofflichen Welten; sie überträgt den Segen der Ahnen; sie half bei der Fruchtbarkeit junger Frauen.

Zur Eibe erläutert der Referent diverse keltische Bedeutungen, sie ist der Inbegriff des Todes; es war das Speerholz; die Eibe bricht als 13. Baum den 12er-Kreis, sie steht damit für die Transformation.

Der Apfel diente bei den Kelten, Germanen und Slawen als Totenspeise; er brachte diese Völker über den kleinen Brudes des Todes, den Winter.

Zum Hanf zitiert Wolf-Dieter Storl Totenrituale am Schwarzen Meer, die schon Herodot beschrieb; wie er bei Stresskrankheiten half; die Grabbeigaben in den Fürstengräbern der Hallstattzeit, die Rolle des Hanf bei den alten Ägyptern, in Israel und bei den Hindus / den Sadhus; Kusha- und Dorba-Gras bei den Indern und das heilige Feuer, das die Dom hüten; der Shiva-Darshan, und wie das Totenritual und das mit Hanfrauch wahrgenommene Entsteigen von Shiva zum Vorbild unseres Teufels-Bildes wurde.

Das heilige Basilikum (Tulsi) ist die Verkörperung des Göttlichen (Rama, Vishnu, Shakti), es spielt eine wichtige Rolle bei Totenritualen.

Auch das Bilsenkraut erwähnt Wolf-Dieter Storl.

Dr. phil. Wolf-Dieter Storl: Totenrituale unserer keltischen Vorfahren

Genauso wie in die Mayas, wie von Christian Rätsch erwähnt, gibt es auch zu den Kelten sehr viel Projektionen, die keinesfalls der Wahrheit entsprechen.

Dr. Wolf-Dieter Storl spricht in diesem Vortrag im Zusammenhang mit den Totenritualen der Kelten über:

  • Wer waren die Kelten?
  • Das Patriarchat als Folge der keltischen Lebensform der Jäger und Sammler
  • Abgrenzung zu den Germanen
  • Die Entwicklung der keltischen Kultur
  • 2000 Jahre keltische Geschichte
  • Glaube und Wiedergeburt
  • Kalender der Kelten
  • Die Mentalität der Kelten
  • Himmel und Hölle
  • Das keltische Rad
  • Der Ursprung des Halloween
  • Die Anderswelt / das Jenseits der Kelten
  • Die Eingänge zur Anderswelt
  • Die Zeit in der Anderswelt
  • Zwerge und Fürsten

Über Dr. phil. Wolf-Dieter Storl:

Wolf-Dieter Storl, geboren am 1.10.1942 in Sachsen, ist Kulturanthropologe und Ethnobotaniker. Als Elfjähriger wanderte er 1954 mit seinen Eltern nach Amerikan (Ohio) aus, wo er die meiste Zeit in der Waldwildnis verbrachte. Nach Grundschule und High School wollte er sich den Pflanzen widmen, schrieb sich als Botanikstudent an der Ohio State University ein, wechselte aber, vom Laborbetrieb angeödet, bald zur Völkerkunde (Anthropology). Nach dem Abschluss wurde er Assistent, dann Vollzeitdozent für Soziologie und Anthropologie an der Kent State University (Ohio). 1974 promovierte er als Fullbright Scholar zum Doktor der Ethnologie (magna cum laude) in Bern, Schweiz. Es folgten Lehrstellen am Institute for International Studies (Wien), am Rogue College (Oregon), am Seminaire pour la Formation de Socio-Therapeutes (Genf), als Gastdozent an der Universität Bern, als Visiting Scholar an der Benares Hindu University, als Lehrbeauftragter am Sheridan College (Wyoming).

Es zog ihn immer wieder in ferne Länder, wo ihn besonders der Umgang der verschiedenen Kulturen mit der Natur interresierte. Die Reisen, sowie ethnographische und ethnobotanische Feldforschungen – in einer traditionellen Spiritistensiedlung in Ohio, in einer Camphill-Commune südlich von Genf, bei alteingesessenen Bauern im Emmental, bei Medizinmännern der Northern Cheyenne, bei Shiva Sadhus in Indien und Nepal – prägten sein Denken und fanden ihren Niederschlag in zahlreichen späteren Publikationen. Das erste deutschsprachige Buch, "Der Garten als Mikrokosmos" (als veränderte Neuauflage "Der Kosmos im Garten", AT-Verlag, 2001), eine "Blütenlese" seiner intensiven fünfjährigen Erfahrung als biodynamischer Gärtner, erschien 1984.

Gärtnern, aber noch mehr die wilde, ursprüngliche Natur, die Wildpflanzen und Tiere, waren immer schon eine Quelle der Inspiration für ihn und formten seine Lebensphilosophie. Von den Cheyenne und anderen traditionellen Völkern in Asien und Afrika, sowie von den Überlieferungen und Erzählungen europäischer Bauern und Kräuterkundigen, erfuhr er viel über das Wesen der Pflanzen, über ihre "spirituellen" Dimensionen. Pflanzen sind für ihn nicht nur botanische Gegenstände, sondern haben,durch ihre Wechselbeziehung mit den Menschen, auch eine kulturelle, sprachliche, heilkundliche und mythologische Identität. Die traditionelle Pflanzenheilkunde der indigenen europäischen Waldvölker, der Kelten, Germanen und Slawen sowie des frühchristlichen Mittelalters, sind gegenwärtig sein Hauptinteressensgebiete. Diese Forschungen machen den Inhalt des Großteils seiner Bücher aus. Später kommen dann noch eher autobiographische Bücher hinzu, etwa, "Ich bin ein Teil des Waldes" (Kosmos 2005). Seit 1988 lebt er mit seiner Familie im Allgäu, streift durch die Wälder, gärtnert, schreibt Bücher und bietet einige Seminare an.

Lieferung: Video-DVD; Spieldauer: ca. 135 Min.; Format: 16:9; produziert mit 1 Kamera

Hauptthemen:

Apfelbaum, Basilikum, Beerdigungsritus, Begräbnisplatz, Bilsenkraut, Birke, Birkenrinde, Bärenopfer, Eibe, Erle, Fruchtbarkeit, Fürstengrab, Glaube, Grab, Grabbeigabe, Grabhügel, Hanf, Haselnuß, Holunder, Hünengrab, Jenseits, Kalender, Kelte, Leichenschmaus, Pflanze, Pflanzendeva, Pflanzenseele, Räucherholz, Sargschreiner, Schattenreich, Seele, Seelenwanderung, Tod, Totenfeuer, Totenkult, Totenkutscher, Totenspeise, Totenwache, Tulsi, Verstorbener, Wacholder, Wiedergeburt

Nebenthemen:

Ahn, Anderswelt, Arthus, Balte, Bauer, Bauernkultur, Beerdigung, Berserker, Brahma, Bronzezeit, Chippewa-Indianer, Christentum, Darshan, Dorba-Gras, Druide, Dämon, Einheitsbewusstsein, Ekstase, Elfe, Erlenbruch, Erlengrund, Feuerbestattung, Frau Holle, Freya, Friedhof, Fürst, Galather, Geist, Germane, Gold, Gott, Gral, Halloween, Hallstattzeit, Herodot, Himmel, Hindu, Hirte, Hollenreich, Hölle, Immunsystem, Julius Cäsar, Jurte, Jäger, Kelte, Kultplatz, Kusha-Gras, Lichtreich, Meditation, Megalith-Kultur, Naturgeist, Orochonen, Parallelwelt, Patriarchat, Pflanzenkundiger, Rama, Römer, SKopfjäger, Sadhu, Sage, Sammler, Saraswati, Schamanismus, Schicksal, Schlüsselblume, Schwein, Seele, Segen, Shakti, Shiva, Slawen, Speer, Spiritualist, Sprache, Spukgeist, Stress, Teuton, Totenbeschwörung, Totenfolge, Transformation, Unterwelt, Vishnu, Wendepflug, Wikinger, Wildschwein, Wünschelrute, Yogi, Zeit, Zwerg, Ägypten, Ätherkörper

Zusätzliche Information

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