Dr. Joachim Mutter: Amalgam – Update in der Zahnmedizin

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Zahnamalgam (im Folgenden "Amalgam") ist kontrovers wegen seines Gehalts an giftigen Schwermetallen. Es besteht neben Ag, Sn, Cu, Zn mindestens zur Hälfte aus elementarem Quecksilber (Hg).

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Beschreibung

Dr. Joachim Mutter: Amalgam – Update in der Zahnmedizin

Zahnamalgam (im Folgenden "Amalgam") ist kontrovers wegen seines Gehalts an giftigen Schwermetallen. Es besteht neben Ag, Sn, Cu, Zn mindestens zur Hälfte aus elementarem Quecksilber (Hg). Im Gegensatz zu anderen Schwermetallen verdampft Hg ständig aus Amalgam-Füllungen und reichert sich in den Organen an: Amalgam-Träger weisen dort bis zu 12-mal höhere Hg-Konzentrationen auf. Amalgam ist als hochgiftiger Sondermüll eingestuft; Hg gilt als giftigstes nicht-radioaktives Element. In Zellversuchen erweist es sich als zehnfach giftiger als Pb, dessen Toxizität weit unterhalb offizieller Grenzwerte nachgewiesen ist. Von Amalgam-Herstellern (z.B. Verband der Chemischen Industrie), allen Zahnärzteverbänden und Vertretern der universitären „Schul-Umweltmedizin“ wird seit Jahrzehnten behauptet, Amalgam sei völlig unschädlich; die zahlreichen Beschwerden von Amalgam-Träger werden meist als „psychologisch“ bedingt angesehen. In neueren Publikationen, z.B. in einem von prominenten universitären Wissenschaftlern verfassten Leitartikel im Deutschen Ärzteblatt (2008; 105 (30): 523-531) wird sogar praktisch empfohlen, bei solcherlei Patienten keinerlei weiterführende Diagnostik mehr durchzuführen. Vielmehr sollten solchen Patienten mittels „Risiko-Kommunikation“ klargemacht werden, dass die Sorgen vor Amalgam, aber auch vor Mobilfunk oder Nanopartikeln, unberechtigt seien, bzw. eine psychotherapeutische Unterstützung anzuraten sei.

Auch Regierungsstellen, die sich mit der Prüfung oder Zulassung von Amalgam befassen, geben unisono mit der von der Industrie und Zahnärzteverbänden verbreiteten Meinung weltweit Entwarnung vor Amalgam. wie die jüngsten Beispiele in der EU-Kommission (SCENIHR und SCHER), dem Robert-Koch-Institut, Abteilung Umweltmedizin oder dem BfArM zeigen. Zusammenhänge zwischen ZA und schweren Krankheiten, wie z.B. Multiple Sklerose, Alzheimer, ALS werden geleugnet und diesbezügliche wissenschaftliche Hinweise ignoriert oder sogar bekämpft. Diese Haltung wird ungeprüft von Politik und Rechtssprechung übernommen und Einwände von Betroffenen oder Beschwerden werden mit einheitlichen Schreiben abgewiesen. Dabei zeigt sich oft, dass Studien falsche bzw. sehr selektiv zitiert werden und verharmlosende Informationen gegeben werden.

Es bestehen Hinweise dafür, dass Quecksilberdampf stärker neurotoxisch wirkt als Methyl-Quecksilber aus Fisch. Neuere Publikationen weisen auf das Risiko von Nierenschädigungen, neuropsychologischen Beeinträchtigungen, Induktion von Autoimmunerkrankungen oder Sensibilisierungen, gesteigerte oxidative Belastung, Autismus, Haut- und Schleimhautreaktionen und unspezifische Beschwerden durch Amalgamexposition hin. Auch die Alzheimer-Erkrankung oder die Entwicklung einer MS wird z.T. mit einer Quecksilberexposition in Zusammenhang gebracht. Es bestehen, möglicherweise erblich bedingt oder erworben, unterschiedliche interindividuelle Empfindlichkeiten zur Entstehung von negativen Effekten durch Amalgambelastungen. Quecksilbermessungen in Biomarkern sind aufgrund fehlender Korrelation zu den Quecksilberkonzentrationen in den Organen nur bedingt zur Abschätzung der Quecksilberbelastung der kritischen Organe geeignet. Eine Amalgamentfernung konnte in einigen Studien bei einem relevanten Teil der Patienten zur dauerhaften Verbesserung verschiedener und meistens chronischer Beschwerden führen.

Die meisten Zellversuche mit Quecksilber wird durch anorganisches Hg (z.B. Quecksilberchlorid) durchgeführt. Dieses wird aber zu weniger als 15% im Gastrointestinaltrakt resorbiert, während der aus Amalgamfüllungen austretende Hg-Dampf zu 100% über die Lungenalveolen ins Blut gelangt; er durchdringt auch Schleimhäute und Bindegewebe des Mund-, Nasen- und Rachenraums. Der sich nach Aufnahme durch der Lunge im Blut befindliche Hg-Dampf überwindet – im Gegensatz zu anorganischem Hg – die Blut-Hirn-Schranke, gelangt ins ZNS und dort ins Zellinnere. Innerhalb der Zelle wird Quecksilberdampf durch Enzyme (z.B. Katalase) zu dem anorganischem Hg-Ion (Hg2+) oxidiert. Dieses tritt mit intrazellulären (z.B. Tubulin) und -nukleären Strukturen (z.B. Erbsubstanz) in Verbindung und zerstört oder hemmt sie praktisch irreversibel.

Es macht daher einen großen Unterschied, ob sich anorganisches Hg außerhalb oder innerhalb von Zellen befindet: Außerhalb ist es weniger toxisch, da es nicht ohne weiteres in die Zelle gelangt; innerhalb ist es hochgiftig. Bei ZA-Trägern spielt jedoch die Belastung mit Hg-Dampf, der innerhalb der Zellen zu einer der giftigsten Hg-Formen umgewandelt wird, die Hauptrolle. (Intrazellulär gebundenes anorganisches Hg wird extrem langsam ausgeschieden.)

Die Befunde werden im Lichte neuer wissenschaftlichen Erkenntnisse diskutiert. Aufgrund der Berücksichtigung aller verfügbaren Daten kann Amalgam weder medizinisch, arbeitsmedizinisch noch ökologisch als sicheres Zahnfüllungsmaterial bezeichnet werden. Es ist anzunehmen, dass die volkswirtschaftlichen Kosten durch Amalgamnebenwirkungen und Entsorgung bei weitem unterschätzt werden.

Über Dr. Joachim Mutter:

1984 – 87 Berufsausbildung zum Energiegeräteelektroniker im Kraftwerk

1990 – 92 Meß-und Regeltechniker in der Firma Roche AG, sowie Elektroniker in der Firma Rota Yokogawa

1992 – 99 Medizinstudium/ Universität Freiburg. Promotion: AG Hirnforschung Freiburg (Prof. Dr. B. Fischer, Prof. Dr. T. Mergner)

1998 – 99 Praktisches Jahr

2000 – 01 Kreiskrankenhaus, Innere Medizin2001 – 08 Universitätsklinik Freiburg, Institut für Umweltmedizin und Hygiene Ambulanz für Umweltmedizin und Uni-Zentrum Naturheilkunde

Spezialgebiete

1999-2008 Weiterbildungen in Regulationsdiagnostik, Kinesiologie, Ernährungsmedizin, Mentalfeldtherapie, mitochondriale Medizin, ganzheitliche Krebsmedizin, Neuraltherapie, Orthomolekular-Medizin, Naturheilverfahren und Akupunktur (B-Diplom, Januar 2004)

28.1.08 Facharzt für Hygiene und UmweltmedizinZusatzbezeichnung: Naturheilverfahren (2005), Akupunktur (2008)

Lieferung: Video-DVD; Spieldauer: ca. 46 Min.; Format: 16:9, produziert mit 2 Kameras
Vorschau:

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Den kompletten Vortrag erhalten Sie zum Streaming hier über Vimeo (Anmeldung und Zahlung bei Vimeo erforderlich) jetzt ansehen: https://vimeo.com/218012777

Zusätzliche Information

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