Prof. Dr. Andreas Gies: Umwelt und Krebs – Die Bedeutung von Umweltschadstoffen bei der Zunahme von Krebserkrankungen

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Die Weltgesundheitsorganisation WHO geht davon aus, dass jeder fünfte Einwohner Europas an umweltbedingten Erkrankungen verstirbt.

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Beschreibung

Prof. Dr. Andreas Gies: Umwelt und Krebs – Die Bedeutung von Umweltschadstoffen bei der Zunahme von Krebserkrankungen

Die Weltgesundheitsorganisation WHO geht davon aus, dass jeder fünfte Einwohner Europas an umweltbedingten Erkrankungen verstirbt. Die Erforschung von Umwelteinflüssen auf die Gesundheit der Menschen und die Prävention von umweltbedingten Erkrankungen müssen daher prioritäre Handlungsfelder einer vorsorgenden Umwelt- und Gesundheitspolitik sein.

2010 erkrankten nach Angaben des Robert Koch Instituts, das in Deutschland das Krebsregister führt, 252.400 Männer und 224.900 Frauen an Krebs. In diesem Jahr wird damit gerechnet, dassehe Gesamtzahl der neu erkrankten Menschen in Deutschland bei einer halben Million liegt.

Ein großer Teil des Zuwachses an Neuerkrankungen von ca. 90% bei Frauen und 40% bei Männern seit 1980 ist auf die veränderte Altersstruktur in Deutschland zurück zu führen. Aber auch altersstandardisiert beträgt die Zunahme 30 beziehungsweise 20 %.

Im Jahre 2011 schätzte die Weltgesundheitsorganisation den Anteil der umweltbedingten Krebserkrankungen weltweit auf knapp ein Fünftel. Schätzungen der umweltbedingten Krankheitslast und Mortalität fallen sehr unterschiedlich aus, je nachdem welche beeinflussbaren Faktoren unter dem Oberbegriff „Umwelt“ subsumiert werden. In Deutschland haben ohne Zweifel beeinflussbare Umwelt- und Lebensstilfaktoren wie Rauchen, Alkoholkonsum und Adipositas einen wichtigen Einfluss auf das Krebsgeschehen.

Nur in wenigen Fällen lassen sich Ursache-Wirkungsbeziehungen so klar definieren wie bei der Entstehung des Pleuralmesothelioms durch Asbestexposition oder des Blasenkrebses durch Exposition gegenüber Anilin und anderen aromatischen Aminen.

Krebsentstehung und Krebsentwicklung werden heute als multikausale und multifaktorielle Prozesse begriffen. Genetische und epigenetische Faktoren wirken mit Lebensstil und Umwelteinflüssen zusammen.

Um den Trend der Zunahme von Krebsneuerkrankungen in Deutschland zu brechen, ist nicht nur ein integriertes Verständnis der ursächlichen Vorgänge sondern auch ein integriertes und koordiniertes Handeln notwendig, das sowohl ordnungsrechtliche als auch verhaltensmodifizierende Elemente umfasst.

Über Prof. Dr. Andreas Gies:

geb.: 1952

Promotion in Biologie an der FU Berlin 1985. Nach der Leitung von Forschungsprojekten zu quantitativen Struktur-Wirkungs-Beziehungen an der FU Berlin und zur Verminderung der Tieranzahl bei toxikologischen Tests am Max von Pettenkofer-Institut des ehemaligen Bundesgesundheitsamtes seit 1988 am UBA. Leitung der Fachgebiete Umweltforschung, Umweltberichterstattung und Wirkungen auf Ökosysteme. Seit 2007 Leiter der Abteilung Umwelthygiene am Umweltbundesamt.

Lieferung: Video-DVD; Spieldauer: ca. 54 Min.; Format: 16:9, produziert mit 2 Kameras
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