Onkologie und Klinische Umweltmedizin (EUROPAEM e.V.)

Hormonwirksame Chemikalien in unseren Weltmeeren, hohe Glyphosatkonzentrationen beim Menschen, erhöhte Leukämieraten im Umfeld von Fracking-Anlagen, zunehmende Luftverschmutzung, schlechte Ernährung, Adipositas…

Die klinische Umweltmedizin ist das Fachgebiet der Medizin, das sich den immer drängender werdenden Problemen der menschengemachten Krankheiten stellt und diese thematisiert. Es ist die Aufgabe der Klinischen Umweltmedizin, bei gesundheitlichen Beschwerden oder auffälligen Untersuchungsbefunden, die auf Umweltbelastungen zurückgeführt werden können, diagnostisch und therapeutisch aktiv zu sein.
Aufgrund der multisystemischen, multifaktoriellen und multiorganischen Zusammenhänge ist eine Zusammenarbeit mit anderen medizinischen Disziplinen notwendig und sinnhaft.

Internationale und nationale Referenten berichteten im Rahmen der 15. Umweltmedizinischen Jahrestagung 2016 über aktuelle Themen, die sich mit den Ursachen, der Diagnostik und Therapie von Krankheiten, insbesondere von Krebserkrankungen, beschäftigen. Sie haben uns sowohl über Umwelt- und Lebensstil-assoziierte maligne Erkrankungen informiert als auch herausgestellt, dass jeder Patient individuell ist und (u.a. genetisch bedingt) unterschiedlich auf Auslöser und Therapie von Tumorerkrankungen reagiert.

Zusätzlich wurde in Seminaren die Gelegenheit gegeben, bewährte und neue Methoden der onkologischen Diagnostik kennenzulernen. Vor allem neue Methoden, auch im Bereich der Klinischen Umweltmedizin, werden oft kontrovers diskutiert. Ein Seminar beschäftigte sich ausschließlich mit den juristisch-medizinischen Problemen.

Für das Jahr 2016 werden nach Angaben des Robert-Koch-Institutes 498.700 Krebsneuerkrankungen in Deutschland erwartet. Weltweit wird für das Jahr 2020 die Zahl der Krebsneuerkrankungen auf
15 Millionen geschätzt. Es ist an der Zeit, dass wir eine neue Betrachtungsweise von Krankheiten bekommen, die den anthropogenen Einfluss berücksichtigt und den Blickwinkel vor dem Hintergrund der bereits bestehenden Möglichkeiten der medizinischen Versorgung erweitert.

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