Verhaltenstherapiewoche 2009, Freiburg

Psychotherapeutische und psychosoziale Versorgung von Migranten

Die zunehmende Globalisierung und das Entstehen multikultureller Gesellschaften erfordern es mehr als bisher, kulturelle Aspekte in die psychotherapeutische und psychosoziale Versorgung (Psychotherapie, Rehabilitation, Prävention) einzubeziehen. Das therapeutische Personal in den Kliniken, Praxen und Beratungsstellen haben mehr und mehr mit Patienten aus anderen Kulturkreisen, über alle Generationen hinweg, zu tun.
Der unterschiedliche Zugang zur gesundheitlichen Versorgung und der vorhandene Einfluss der Herkunftskultur auf das Krankheitsverständnis und die Krankheitsverarbeitung bei Migranten erschweren eine effektive Behandlung und Beratung. Nicht nur sprachliche Hürden belasten Diagnose und Therapie. Mangelnde Aufklärung und mangelnde Berücksichtigung der Migranten in den Regelangeboten der Gesundheitsversorgung führen dazu, dass Migranten oft zu spät eine adäquate Behandlung in Anspruch nehmen und nicht ausreichend versorgt werden können. Trotz vermehrter Anstrengungen zur Verbesserung dieser Situation in den letzten Jahren gibt es hier immer noch hohen Entwicklungs- und Versorgungsbedarf. Besonders problematisch ist die Versorgungssituation von Migranten im Bereich psychischer Störungen.
Durch die Eröffnungsveranstaltung der Verhaltenstherapie in Freiburg soll auf dieses wichtige Thema aufmerksam gemacht werden. In drei Vorträgen werden unterschiedliche Aspekte von psychischen  Beschwerden und Behandlungsmöglichkeiten bei Menschen aus anderen Kulturen beschrieben.

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